Beschreibung
Das Ernest Cognacq Museum organisiert eine Sonderausstellung „Porträts“
Jedes Jahr präsentiert das Museum eine Sonderausstellung aus den Depots: eine thematisch gestaltete Ausstellung, die seine Sammlungen in den Vordergrund rückt und die Gelegenheit bietet, selten gezeigte Werke zu entdecken.
Die heute vorgestellte Auswahl legt den Schwerpunkt auf das Porträt: gemalt, gezeichnet, gestochen, modelliert … dieses Genre ist in den Sammlungen in großer Zahl vertreten. Der ursprüngliche Gemäldebestand umfasst hauptsächlich Porträts aus dem 18. Jahrhundert, die leider anonym sind: Weder ihre Urheber noch ihre Dargestellten konnten bis heute identifiziert werden (mit wenigen Ausnahmen).
Die Geschichte des Porträts ist eng mit der Darstellung des Individuums verbunden. Nachdem es im 16. Jahrhundert politische und gesellschaftliche Repräsentationsfunktionen erfüllte, im 17. Jahrhundert eine verherrlichende Funktion und im 18. Jahrhundert eine eher psychologische Funktion, erreichte das Porträt im 19. Jahrhundert seinen Höhepunkt. Da sie nun für alle zugänglich waren, hielten Familienporträts Einzug in die bürgerlichen Wohnräume, als Symbole des Erfolgs, die der Nachwelt überliefert werden sollten. Im 20. Jahrhundert geriet das Genre allmählich in Vergessenheit, da sich die Künstler zunehmend für Experimente und Abstraktion interessierten. Die ausgestellten Werke spiegeln diese Entwicklung wider.
