Der Salzgarten ist eine Landschaft, die seit Jahrhunderten von Menschenhand geformt wird, um aus Meerwasser Salz zu gewinnen. Seine Ursprünge gehen auf die gallo-römische Zeit zurück, etwa auf das Iᵉʳ Jahrhundert. Vor allem an der französischen Atlantikküste entwickelten sich in der Folgezeit die Salzgärten. Von Anfang an stützte sich dieses System ausschließlich auf die natürliche Energie von Sonne und Wind, was es zu einer ökologischen Methode avant la lettre machte.
Im Mittelalter wurde die Salzproduktion zu einer wichtigen wirtschaftlichen Aktivität, die für die Konservierung von Lebensmitteln unerlässlich war. Die Sauniers oder Salzbauern führten ihr handwerkliches Können von Generation zu Generation weiter. Heute stellen die Salzgärten ein lebendiges Erbe dar, das oft auf handwerkliche und ökologische Weise gepflegt wird.
Heutzutage sind diese Sümpfe nicht nur Produktionsstätten, sondern auch Naturschutzgebiete, die reich an biologischer Vielfalt sind. Die Salzernte erfolgt dort nach wie vor manuell und umweltfreundlich, was dem handwerklich hergestellten Salz, wie dem Gros Sel oder dem Fleur de Sel, eine sehr begehrte Qualität und Reinheit verleiht.














