Entdecken Sie die Skulpturen und poetischen Gemälde von Sophie Kerven im Maison Caillaud.
Malerei, Skulptur und Poesie: Die schräge Kunst von Sofi K. navigiert durch ein buntes und kontrastreiches Universum, das mit Humor gefärbt ist und einen vitaminreichen Vorschlag darstellt. Ein poetischer Ausflug ins Land des Spotts.
Einige Worte über die Künstlerin :
"Ich bin Malerin und Bildhauerin und entwickle eine plastische Forschung, die sich auf Farbe, Form und Spott als Lesarten der zeitgenössischen Welt stützt. Meine Leinwände, Holzbilder und Gipsskulpturen bilden ein bewusst gesättigtes, kontrastreiches und ausdrucksstarkes Universum, in dem sich Fische und menschliche Formen begegnen. Die Figur des Fisches, die in meiner Arbeit immer wieder auftaucht, wirkt wie ein schwebendes Symbol: still, manchmal absurd, durchquert er die Kompositionen wie eine Metapher für unsere zeitgenössischen Wege, zwischen aufgezwungenen Strömungen und Freiheitsversuchen. Die stilisierten oder leicht verschobenen menschlichen Figuren führen diese Überlegungen weiter, indem sie die Grenzen zwischen dem Individuum, seiner Umgebung und den ihn umgebenden Normen verwischen.
Der Humor nimmt in meinem Vorgehen einen zentralen Platz ein. Als Erbe einer Kultur, die von freiem Ton und Respektlosigkeit geprägt ist, ist er weder dekorativ noch anekdotisch. Der Spott wird zu einem plastischen und kritischen Werkzeug, einer Art, Distanz zu einer Zeit zu schaffen, die ich als gesättigt mit Diskursen, Rahmen und Überintellektualisierung empfinde. Durch die leuchtende Farbe und die unmittelbare Form richtet sich das Werk zunächst an den Blick, bevor es eine zweite, sensiblere und reflexivere Leseebene entstehen lässt. Die kurzen und poetischen Texte, die einige Stücke begleiten, verlängern diesen Dialog, ohne zu versuchen, etwas zu erklären, sondern vielmehr Räume zum Atmen und Nachdenken zu öffnen.
Meine Praxis ist somit Teil einer Ästhetik des Spotts, in der eine scheinbare Leichtigkeit neben einem formalen und konzeptuellen Anspruch steht. Ohne zu moralisieren, lädt meine Arbeit dazu ein, das Absurde zu akzeptieren, Abstand zu gewinnen und durch Humor, Farbe und Ironie eine Form der geistigen Freiheit wiederzufinden."
Treffpunkt: Maison Caillaud, Tourismusbüro, vom 18. bis 24. Mai 2026.
